Vom beschaulichen Spreewald an den Rand der Großstadt Berlin

Vom beschaulichen Spreewald an den Rand der Großstadt Berlin

Nach der langen Anreise von Rosenheim nach Burg im Spreewald trafen sich am späten Nachmittag des 08.08.2026 zunächst 8 der 10 Paddler*innen auf dem Wasserwanderrastplatz „Erleninsel“ – idyllisch gelegen auf einer kleinen Insel an einem Nebenarm der Spree. Am nächsten Tag stand eine Erkundungsfahrt von 11 km auf den Fließen rund um Burg auf dem Programm, teils eingerahmt von Bäumen oder Schilf, teils vorbei an den blühenden Gärten von Privathäusern – zum Üben von Kanten und Steuerschlag bestens geeignet!

Am zweiten Paddeltag stand zunächst das Aufladen und Umsetzen der Boote an den nördlichen Rand des Spreewalds zum Hafen Ragow an. Nach ca. 1,5 km auf der Ragower Kahnfahrt waren wir wieder auf der Spree und los ging es Richtung Berlin. Vorbei an der Ortschaft Lübben und nach 3 Schleusen ging es wieder von der Spree in einen – etwas verwunschenen – Seitenarm. Und nach knapp 24 km kam der Anlegeplatz des Campingplatzes Ploch in Sicht. Mit Bollerwagen konnte dann das Gepäck die letzten 100 m zum Campingplatz transportiert werden.

Die nächsten beiden Tage waren mit jeweils ca. 14 km deutlich entspannter, boten aber wieder andere Herausforderungen. An der Schleuse hinter der Ortschaft Leibsch verließen wir die Spree und folgten dem 1907 – 1911 erbauten Dahme-Umflutkanal, der für ein kurzes Stück auch über den Köthener See führt. Der Dahme-Umflutkanal, eine Landeswasserstraße, hat die Funktion, den Unterspreewald vor Hochwasser zu schützen und die Schiffbarkeit der Dahme zu ermöglichen. Teil des Kanals sind zwei Bootsschleppen, von denen eine elektrisch unterstützt sein sollte – was leider nicht der Fall war! Kurz vor unserem Biwakplatz in Märkisch Buchholz mündet der Umflutkanal dann wieder in die Dahme. Am Abend folgte als Belohnung ein Grillabend, den die beiden Fahrtenleiter zusammen mit Freunden (und großem Engagement) für uns organisiert hatten.

Auf der folgenden Strecke auf der Dahme bis Prieros gab es dann deutlich mehr Schiffsverkehr, insbesondere Haus- und Motorboote. Am Ufer stehen immer wieder beeindruckende Häuser mit gepflegtem Rasen. Und auf einem dieser Grundstücke durften wir dann tatsächlich auch Rast machen, nachdem wir keinen anderen Platz zum Anlanden finden konnten. Hier also nochmal einen herzlichen Dank an die beiden Eigentümer, die uns so nett „Obdach“ gewährt haben!

Die letzte Etappe nach Schmöckwitz am Zeuthener See hatte es mit 26 km dann wieder in sich. Ab Prieros ist die Dahme Bundeswasserstraße, was sich auch am Betrieb und Charakter des Gewässers bemerkbar macht. So z.B. bei der Fahrt vorbei an den riesigen Gewerbe- und Hafenanlagen in Königs Wusterhausen. Nach der Ankunft am Freizeitsportverein „Zeuthener See I“ stand dann auch noch an, die Fahrzeuge aus dem Spreewald zu holen.

Für die, die jetzt vom Paddeln immer noch nicht genug hatten, gab es am letzten Tag noch die Möglichkeit, eine Tour mit 12,5 km auf der Spree-Oder-Wasserstraße mit Besuch des „Schmetterlingshorst“ zu absolvieren. Dabei handelt es sich um ein „Sport- und Bildungszentrum“, dessen Highlight eine der größten Schmetterlingsausstellungen Deutschlands ist und die im Kern zwischen 1902 und 1952 angelegt wurde. Unser Highlight war aber der schöne Biergarten mit Kioskbetrieb. Und später wurde der Abschluss des Tages (und der gesamten Ausfahrt) noch in der Beach-Bar Karibik Berlin gefeiert.

Zum Abschluss bleibt festzuhalten, dass es eine abwechslungsreiche und gelungene Ausfahrt war, die ohne die intensive Vorbereitung, die hilfreiche Unterstützung und den unermüdlichen Einsatz der beiden Fahrtenleiter so nicht möglich gewesen wäre! Herzlichen Dank dafür.

Bericht und Fotos: bebauer

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