Premiere geglückt: Kajak-Klub Rosenheim debütiert bei Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon
Rheine/Rosenheim – Mit einem beeindruckenden Auftritt feierte der Kajak-Klub Rosenheim (KKR) seine Premiere bei den offenen Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon. Vom 15. bis 17. Mai 2026 maßen sich Deutschlands Kanu-Marathonpaddler auf der Ems im nordrhein-westfälischen Rheine. Auf Grund einer Überschneidung mit einem Welt-Cup Rennen war die deutsche Spitzenfahrer nicht vollständig anwesend. Dafür standen Paddlerinnen und Paddler aus Holland, Norwegen und der Ukraine mit am Start – und erstmals eine Delegation aus Rosenheim.
Möglich wurde die Teilnahme durch die neu gegründete Abteilung Kanu-Marathon/Surfski im KKR. Für den neugewählten Sportwart Dirk Lux war es ein besonderer Moment: „Das ist für uns ein wichtiger Schritt. Wir wollen den Kanu-Marathon langfristig im Verein etablieren – nicht nur bei den „Masters“, sondern insbesondere auch im Nachwuchsbereich.“
Kanu-Marathon unterscheidet sich dabei deutlich von anderen Kajakdisziplinen. Neben dem reinen Paddeln über viele Kilometer müssen die Athleten mehrere sogenannte Portagen meistern – Landabschnitte von je rund 150 Metern Länge, auf denen das Boot zu schultern oder zu tragen ist und im Laufschritt zurückgelegt werden muss. Genau an diesen Abschnitten liegt ein besonderer Reiz der Disziplin: Kenterungen und Stürze sorgen regelmäßig für dramatische Wendungen und machen die Rennen zu einem Spektakel für die Zuschauer. Neben Technik und körperlicher Fitness ist beim Kanu-Marathon die Taktik entscheidend.
Sportlich konnten sich die Rosenheimer trotz starker Konkurrenz – vor allem aus Ost- und Norddeutschland, wo der Kanu-Marathon traditionell verwurzelt ist – mehr als würdig behaupten. In der Altersklasse der 55 bis 60-Jährigen „Masters E“ holte David Hitchcock im Kajak-Einer einen glänzenden zweiten Platz und stand damit verdient auf dem Podest. Vereinsvorstand Georg Eutermoser belegte bei den „Masters C“ einen soliden fünften Platz. Darüber hinaus überzeugte eingespielte Rosenheimer Duo auch im Kajak-Zweier mit einer starken Vorstellung.
Besonders herzlich war die Aufnahme durch den gastgebenden Verein, den WSV Rheine. Die Newcomer aus dem tiefen Süden wurden wohlwollend empfangen und ausdrücklich ermutigt, auch in Zukunft Paddler aus Rosenheim in den Norden zu schicken – ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaft im Kanu-Marathon offen und einladend ist.
Für Dirk Lux und seine Mitstreiter ist die Premiere in Rheine erst der Anfang. Der Plan ist klar: Den Kanu-Marathon als feste Disziplin im Kajak-Klub Rosenheim zu verankern und auch junge Athleteninnen und Athleten für die abwechslungsreiche Wettkampfform zu begeistern.
Markus Jung










